Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
Nicht jede wird zur Frucht,
Sie schimmern hell wie Rosenschaum
Durch Blau und Wolkenflucht.
Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag –
Lass blühen! lass dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muss auch Spiel und Unschuld sein
und Blütenüberfluss,
Sonst wär die Welt uns viel zu klein
und Leben kein Genuss.

Hermann Hesse

 

 

Sinnvoll leben - leben mit allen Sinnen

Diesen Leitspruch möchte ich auch über meine therapeutische Arbeit stellen.

Um das Leben seiner ganzen Vielfalt zu erfassen, müssen wir alle unsere Sinne einsetzen. Doch oft ist das nur eingeschränkt möglich.

Das erklärt sich oft aus unserer aktuellen Lebenssituation, weil vielleicht Familie, Beruf oder existentielle Sorgen die Aufmerksamkeit auf das vordergründig Wesentliche lenken und alles Andere ausgeblendet wird.

Sehr häufig erklärt sich das aber auch aus unserer Lebensgeschichte. Wenn es früher schmerzlich oder problematisch war, in bestimmten Situationen „hinzuschauen , hinzuhören, zu spüren, zu riechen oder zu schmecken“, dann kann dieses alte Muster auch heute noch wirksam sein. Damit fehlen uns aber wesentliche Aspekte unseres Erlebens und die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens stellt sich immer häufiger.

Ziel meiner therapeutischen Arbeit ist es, Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit zu verbessern

Über den verbesserten Kontakt zu sich selbst werden eigene Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse wieder spürbar, werden körperliche, geistige, seelische und soziale Verfestigungen und Erstarrungen bewusst und gelockert. Sich selbst und die Umwelt besser und differenzierter wahrzunehmen, den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen einen angemessenen Ausdruck zu geben, bewirkt mehr Selbst-Bewusstsein, mehr Flexibilität und Kreativität und lebendige Kommunikation.

Veränderung setzt Bewegung voraus!
Nur wer bewegt ist, kann seinen Standpunkt ändern!

Die Arbeit mit Bewegung und kreativen Medien ist wesentlicher Bestandteil meiner therapeutischen Tätigkeit.

Innere Bewegungen (bewusste und unbewusste Empfindungen und Gefühle) werden in ihrem lebensgeschichtlichen Zusammenhang verstanden und integriert.

Die inneren Bewegungen auszudrücken, also in äußere Bewegung zu übersetzen, den persönlichen Ausdruck in der äußeren Bewegung zu finden, fördert Spontanität, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit, und lässt neue Bewegungs-, Verhaltens- und damit auch Lebensmöglichkeiten erproben.